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Objektive Kodierung

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Mit Claira sachliche Dokumentmetadaten wie Datum, Titel, Autor und Dokumenttyp in Nuix Discover extrahieren und vereinheitlichen.

Objektive Kodierung

Objektive Kodierung bedeutet, sachliche Metadaten an Dokumenten zu ergänzen oder zu korrigieren: etwa Dokumentdatum, Titel, Autor, Dokumenttyp und Sprache. Anders als die juristische Kodierung, die Wertungen zu Relevanz oder Privileg verlangt, konzentriert sich die objektive Kodierung auf überprüfbare Angaben, die sich unmittelbar aus dem Dokument ablesen lassen.

Das ist wichtig, weil Metadaten alles Weitere steuern: Suchfilter, Sortierungen, Chronologien und Produktionsmengen hängen von genauen, einheitlichen Metadaten ab. Fehlen sie oder sind sie falsch, leidet Ihre Sichtung.

Wann Sie objektiv kodieren

  • Fehlende Metadaten. Dokumente wurden ohne zentrale Felder wie Datum oder Autor geladen.
  • Unvollständige Importe. Die Metadatenextraktion bei der Verarbeitung hat einige Felder erfasst, andere nicht.
  • Große Mengen, die vereinheitlicht werden müssen. Tausende Dokumente führen Metadaten in uneinheitlichen Formaten.
  • Chronologien erforderlich. Sie brauchen verlässliche Daten für eine Zeitleiste, aber das vorhandene Datumsfeld ist unzuverlässig.

Unterschied zur juristischen Kodierung

Objektive KodierungJuristische Kodierung
Sachlich, überprüfbarVerlangt eine Wertung
Dokumentdatum, Titel, Autor, Dokumenttyp, SpracheRelevanz, Privileg, Themen-Tags
Mit hoher Verlässlichkeit automatisierbarVerlangt menschliche Prüfung
Gleiche Antwort unabhängig von der sichtenden PersonKann je nach Person abweichen

Der Arbeitsablauf

Die objektive Kodierung in Claira folgt sieben Schritten. Jeder baut auf dem vorherigen auf.

Schritt 1: Claira-Arbeitsbereich öffnen

Wechseln Sie in Claira zu Ihrem Fall und öffnen Sie den Arbeitsbereich, in dem Sie den Scan für die objektive Kodierung ausführen möchten.

ClairaFälleIhr FallArbeitsbereich

Schritt 2: Textextraktion prüfen

Bevor Claira ein Dokument analysieren kann, braucht es extrahierten Text. Vergewissern Sie sich, dass Ihre Dokumente verarbeitet wurden und die Textextraktion erfolgreich war.

Claira analysiert ausschließlich extrahierten Text. Liegt für ein Dokument kein extrahierter Text vor (etwa bei einem reinen Bild-PDF ohne OCR), kann Claira es nicht lesen und gibt Ersatzwerte zurück. Prüfen Sie Ihre Verarbeitungsprotokolle, bevor Sie einen Massen-Scan starten.

Schritt 3: Zielfelder anlegen oder verbinden

Sie brauchen Felder in Nuix Discover, in denen die Ausgabe von Claira gespeichert wird. Wir empfehlen, eigene KI-Felder anzulegen, statt direkt in Ihre primären Metadatenfelder zu schreiben. So können Sie die Ergebnisse prüfen, bevor Sie sie übernehmen.

Beispielfelder:

OK DatumDatumVon der KI extrahiertes Dokumentdatum
OK TitelTextVon der KI extrahierter Dokumenttitel
OK AutorTextVon der KI extrahierter Autorenname
OK DokumenttypTextVon der KI extrahierter Dokumenttyp
OK SpracheTextVon der KI erkannte Sprache

Verbinden Sie diese Felder in den Arbeitsbereichseinstellungen von Claira, damit die Scan-Ergebnisse an der richtigen Stelle landen.

Schritt 4: Prompt an einem einzelnen Dokument aufbauen und testen

Beginnen Sie mit einem Dokument, um sicherzustellen, dass Ihr Prompt die erwartete Ausgabe liefert. Öffnen Sie ein Dokument in der Einzelsichtung, geben Sie Ihren Prompt ein und prüfen Sie das Ergebnis.

◈Prompt zur objektiven Kodierung: Datum

Bestimmen Sie das maßgebliche Dokumentdatum. Bei mehreren Daten wählen Sie das jüngste. Antworten Sie AUSSCHLIESSLICH im Format TT.MM.JJJJ. Ist kein eindeutiges Datum erkennbar, antworten Sie mit --

Dieser Prompt ist bewusst streng: Er verlangt ein einzelnes Datum in einem festen Format und einen klaren Ersatzwert (--), wenn sich kein Datum bestimmen lässt. Diese Struktur erleichtert Qualitätskontrolle und Weiterverarbeitung erheblich.

Bauen Sie je Feld einen eigenen Prompt. Ein einziger Prompt, der Datum, Titel, Autor und Dokumenttyp auf einmal extrahieren soll, ist schwerer zu testen, schwerer zu prüfen und liefert eher uneinheitliche Ergebnisse.

Schritt 5: Massen-Scan ausführen

Wenn Ihr Prompt an einzelnen Dokumenten überzeugt, wenden Sie ihn mit dem Massen-Scan von Claira auf Ihre vollständige Dokumentmenge (oder eine gezielte Teilmenge) an.

ArbeitsbereichMassen-ScanKonfigurierenAusführen

Verfolgen Sie den Fortschritt im Arbeitsbereich. Größere Dokumentmengen dauern länger, aber Sie können währenddessen weiterarbeiten.

Schritt 6: Qualitätskontrolle

Das ist der wichtigste Schritt. Überspringen Sie ihn nicht.

  • Nach Ersatzwerten filtern. Suchen Sie in Ihrem Zielfeld nach dem Ersatzwert (z. B. --), um Dokumente zu finden, für die Claira die Metadaten nicht bestimmen konnte. Prüfen Sie diese von Hand.
  • Stichproben ziehen. Öffnen Sie 20 bis 30 Dokumente unterschiedlicher Typen und vergleichen Sie die Ausgabe von Claira mit dem tatsächlichen Dokumentinhalt.
  • Grenzfälle prüfen. Achten Sie besonders auf Dokumente mit ungewöhnlichem Aufbau, mehreren Daten oder unklarer Urheberschaft.
Liefern mehr als 10 bis 15 % der Dokumente den Ersatzwert, muss möglicherweise Ihr Prompt nachgeschärft werden, oder die Qualität der Textextraktion ist das eigentliche Problem. Gehen Sie dem nach, bevor Sie fortfahren.

Schritt 7: Primäre Metadatenfelder aktualisieren

Sobald Sie die Ergebnisse geprüft haben und ihnen vertrauen, übertragen Sie die Werte aus Ihren KI-Feldern (z. B. „OK Datum“) in Ihre primären Metadatenfelder (z. B. „Dokumentdatum“). Dafür stehen die Werkzeuge von Nuix Discover zur Massenaktualisierung von Feldern zur Verfügung.

Dieser Schritt ist bewusst vom Scan getrennt. Direkt beim Scannen in primäre Metadatenfelder zu schreiben bedeutet, dass jeder Fehler Teil Ihrer produktionsreifen Daten wird, ohne einfachen Weg zurück. Prüfen Sie immer zuerst.

Multi-Code-Modus (ein Durchlauf, mehrere Felder)

Nutzen Sie Multi-Code, wenn ein Scan mehrere Ausgaben füllen soll (zum Beispiel Datum, Titel, Autor und Dokumenttyp).

  • Konfigurieren Sie bis zu 10 Felder im eigenen Multi-Code-Bereich. Die Karte liest sich von oben nach unten: Verlauf anzeigen und Schnellstart, die gemeinsame Anweisung, Ihre Feldzeilen, Feld hinzufügen und dann die Scan-Schaltflächen.
  • Gemeinsame Anweisung (optional) ist ein Abschnitt, den Sie auf- und zuklappen können. Der Pfeil dreht sich beim Aufklappen, und im zugeklappten Zustand steht die erste Zeile Ihrer Anweisung neben dem Titel, sodass Sie auf einen Blick sehen, ob eine Anweisung hinterlegt ist. Claira merkt sich in diesem Browser, ob Sie den Abschnitt offen gelassen haben.
  • Jede Zeile hat eine Auswahl Zielfeld, dieselbe wie bei Einzel- und Massen-Scans. Ein Häkchen kennzeichnet Felder, die Sie in diesem Fall bereits verwendet haben, Felder, die noch auf Administratorzugriff warten, werden aufgeführt, lassen sich aber nicht auswählen, und Neues Feld erstellen am Ende der Liste legt ein Feld in Nuix Discover an und setzt es direkt in diese Zeile. Ein Feld, das bereits in einer anderen Zeile gewählt ist, zeigt In einer anderen Zeile verwendet und lässt sich kein zweites Mal auswählen, denn zwei Zeilen, die in dasselbe Feld schreiben, würden sich gegenseitig überschreiben.
  • Mit den Pfeilen einer Zeile verschieben Sie sie nach oben oder unten, und ihre Papierkorb-Schaltfläche entfernt sie. Fahren Sie über eine Schaltfläche, um zu sehen, was sie tut; die erste Zeile lässt sich nicht nach oben und die letzte nicht nach unten verschieben.
  • Feld hinzufügen direkt unter den Zeilen zeigt, wie viele der 10 Felder Sie belegt haben. Sind alle 10 belegt, ist die Schaltfläche deaktiviert, und beim Darüberfahren wird der Grund angezeigt.
  • Dokument scannen und Massen-Scan starten stehen nebeneinander unter Scannen als. Massen-Scan starten bleibt sichtbar, ist aber deaktiviert, bis Sie in Nuix Discover ein oder mehrere Dokumente auswählen; die Anzahl der ausgewählten Dokumente steht oben in der Multi-Code-Karte.
  • Klicken Sie auf Felder zurücksetzen (oben rechts in der Multi-Code-Karte), um gemeinsame Anweisung, Feld-Prompts und Zielfeldzuordnungen zu löschen und 2 leere Zeilen wiederherzustellen. Claira fragt vorher nach einer Bestätigung; bereits in Dokumente in Nuix Discover geschriebene Werte bleiben unverändert.
  • Ihre Multi-Code-Konfiguration wird während der Arbeit gespeichert: die gemeinsame Anweisung, jede Zeile und die gewählte Vorlage. Neben Verlauf anzeigen und Schnellstart zeigt die Karte Nicht gespeicherte Änderungen, etwa eine Sekunde nach Ihrer letzten Eingabe Änderungen werden gespeichert und dann Alle Änderungen gespeichert. Ein Wechsel des Modus oder des Browser-Tabs oder das Schließen von Nuix Discover sendet eine wartende Änderung sofort, und nach einem Neuladen oder auf einem anderen Gerät ist die Konfiguration so, wie Sie sie verlassen haben. Lässt sich eine Änderung nicht speichern, zeigt die Karte Ihre Änderungen wurden nicht gespeichert, nennt den Grund und bietet Erneut versuchen an; Ihr Text bleibt stehen.
  • Erkennt Claira im Prompt Lab einen Prompt mit mehreren Ausgaben, klicken Sie auf Multi-Code verwenden, um ihn automatisch umzuwandeln:
    • Nur Text, der für jedes Feld gilt (Ihre Rolle in der Sichtung, der Mandatshintergrund, allgemeine Bearbeitungsregeln), wandert in die gemeinsame Anweisung von Multi-Code,
    • jede Ausgabe wird zu einem eigenen Feld-Prompt (2 bis 10 Teile) mit den Kriterien, zulässigen Werten und dem Ersatzwert, die diese Antwort bestimmen. Endet Ihr Prompt mit einem Ausgabeformat-Block wie RELEVANCE: [YESREL/NOREL], behandelt Claira diese Bezeichnungen als Namen der Ausgaben und zieht die passenden Definitionen aus dem Fließtext Ihres Prompts in den jeweiligen Feld-Prompt, statt sie in der gemeinsamen Anweisung zu belassen.
    • Die Zeilen werden aus den umgewandelten Teilen neu aufgebaut und jeweils nach ihrer Ausgabe benannt. Ein bereits zugeordnetes Zielfeld bleibt erhalten, solange der Name weiterhin passt; eine nicht zugeordnete Zeile wird vorbelegt, wenn im Fall ein Feld genau diesen Namen trägt; andernfalls bleibt die Zuordnung Ihnen überlassen.
  • Wirkt ein umgewandelter Feld-Prompt noch zu dünn, um eine Antwort eigenständig zu bestimmen, benennt Claira diese Felder in einem Hinweisbanner oben in der Multi-Code-Karte. Prüfen Sie sie vor dem Scannen.
  • Kann die Umwandlung nicht abgeschlossen werden (Claira ist ausgelastet, oder der Prompt lässt sich nicht in getrennte Felder aufteilen), wird nichts geändert: Ihr Prompt bleibt im Prompt Lab genau so, wie Sie ihn geschrieben haben, und die Meldung bietet Erneut versuchen an. Multi-Code wird nie mit einer halbfertigen Konfiguration für Sie geöffnet.
  • Öffnen Sie Verlauf anzeigen oder Schnellstart (Vorlagen oder Prompt-Generator) in der ersten Reihe der Karte: Claira fragt, wohin der Inhalt gehört: in die gemeinsame Anweisung, in eine vorhandene Feldzeile (alle Zeilen werden aufgeführt, auch die noch in Konfiguration befindlichen) oder in Neues Feld (bis Sie 10 Zeilen erreicht haben). Die Auswahl beginnt beim zuletzt gewählten Ziel, sodass wiederholtes Einfügen an dieselbe Stelle nur einen Klick braucht. Steht dort bereits Text, wählen Sie anschließend anfügen oder ersetzen. Von hier aus geöffnet, beginnt der Verlauf mit eingeschaltetem Filter Multi-Code-Verlauf, und jedes Dokument scannen und Massen-Scan starten erfasst dort die verwendete Konfiguration. Siehe Multi-Code-Verlauf. Ausgenommen sind die Multi-Code-Vorlagen unten und die Konfigurationen im Verlauf: Sie laden die ganze Karte auf einmal.
  • Bei Massen-Scans wird der Token-Verbrauch je Dokument nach denselben Regeln wie bei anderen Massen-Scans berechnet, wobei die Multi-Code-Kosten von der Auswahl im Dropdown Scannen als abhängen:
    • Text + Multi-Code: 2 Token je Dokument (1 Basis + 1 für Multi-Code), unabhängig von der Anzahl konfigurierter Felder (1 bis 10 Felder kosten dasselbe).
    • Bild + Multi-Code: 6 Token je Dokument (5 Basis + 1), unabhängig von der Anzahl konfigurierter Felder.
    • Audio + Multi-Code: 11 Token je Dokument (10 Basis + 1), unabhängig von der Anzahl konfigurierter Felder.
    • Video + Multi-Code: 21 Token je Dokument (20 Basis + 1), unabhängig von der Anzahl konfigurierter Felder.
    • Bild-, Audio- und Video-Modus stehen in jedem Tarif zur Verfügung. Die zulässigen Dateiformate je Modus finden Sie unter Medien-Scans.

Multi-Code-Vorlagen

Der Schnellstart, aus der Multi-Code-Karte geöffnet, zeigt zuerst einen Ordner Multi-Code. Seine Vorlagen füllen die ganze Karte in einem Schritt, gemeinsame Anweisung und Feldzeilen zusammen, statt einen Prompt nach dem anderen:

  • Objektive Kodierung: Dokumenttitel, Autor, Empfänger, Dokumenttyp und Dokumentdatum, jeweils mit dem Prompt der eigenen Vorlage für objektive Kodierung, Wort für Wort.
  • Relevanz und Streitpunkte: Relevanz, Streitpunkte, Zusammenfassung der Streitpunkte und Konfidenz, mit Ihrer Fallbeschreibung und der Liste der Streitpunkte in der gemeinsamen Anweisung.
  • Privileg und Typen: Privileg, Privilegtypen und Privilegbegründung, mit dem anwendbaren Recht und den Ihnen bekannten Rechtsbeiständen in der gemeinsamen Anweisung.

Klappen Sie eine Vorlage auf, um ihre Felder zu lesen, und klicken Sie dann auf In Multi-Code laden. Dieselbe Schaltfläche an einer Multi-Code-Konfiguration im Prompt-Verlauf lädt eine Konfiguration erneut, mit der bereits gescannt wurde. So wiederholen Sie einen früheren Durchlauf.

  • Das Laden ersetzt die gemeinsame Anweisung und alle Feldzeilen. Enthält die Karte etwas, fragt Claira zuerst nach, denn was Sie ersetzen, bleibt nur dann im Prompt-Verlauf erhalten, wenn Sie bereits damit gescannt haben.
  • Jede Zeile erhält ein Zielfeld, wenn Ihr Fall eines mit genau demselben Namen hat (bei einer Vorlage auf Englisch, Französisch oder Deutsch). Eine Konfiguration aus dem Prompt-Verlauf behält die Zielfelder, mit denen sie gelaufen ist, solange sie noch existieren.
  • Eine Zeile mit Prompt, aber ohne Zielfeld zeigt unter ihrer Auswahl den Hinweis Wählen Sie ein Zielfeld und wird von jedem Scan übersprungen, bis Sie eines wählen. Wählen Sie das Feld, das Sie dafür verwenden, oder nutzen Sie Neues Feld erstellen in der Auswahl.
  • Das Laden ändert nie Werte, die bereits in Dokumente in Nuix Discover geschrieben wurden.

Eine angehaltene Multi-Code-Massenaufgabe wird immer mit den Feldern und Prompts fortgesetzt, mit denen sie begonnen hat, auch wenn Sie inzwischen etwas anderes in die Karte geladen haben.

Leere Werte (wenn ein Feld keine Antwort hat)

Manchmal enthält ein Dokument schlicht nicht das, wonach ein Feld fragt: eine E-Mail hat kein Vertragsdatum, ein Foto keinen Autor. In diesem Fall meldet Claira das Feld als Leer, statt einen Wert zu erfinden:

  • In der Antwortkarte für ein einzelnes Dokument und im Live-Zulauf des Massen-Scans erscheint neben dem Feldnamen eine gedämpfte Markierung Leer.
  • In das Zielfeld in Nuix Discover wird nichts geschrieben: ein dort bereits kodierter Wert bleibt unverändert. Claira überschreibt vorhandene Kodierung nie mit einem leeren Wert.
  • Ein Dokument, bei dem alle Felder leer bleiben, wird dennoch normal abgeschlossen: Es wurde gescannt, und „nichts zu extrahieren“ ist ein gültiges Ergebnis. Im Massen-Scan erscheint es im Live-Zulauf mit den als „Leer“ markierten Feldern und zählt zu den abgeschlossenen, nicht zu den fehlerhaften Dokumenten. Es wird wie jedes andere gescannte Dokument berechnet.
  • „Leer“ ist kein Fehler. Fehler (eine nicht auswertbare KI-Antwort oder ein Wert, der nicht nach Nuix Discover geschrieben werden konnte) werden weiterhin als fehlgeschlagene Dokumente gemeldet.
  • Braucht etwas in der Antwort für ein einzelnes Dokument Ihre Aufmerksamkeit, etwa ein Wert für ein Feld, das Sie nicht konfiguriert haben, oder eine Zeile ohne Zielfeld, zeigt die Antwortkarte es als Hinweis in Ihrer Sprache an und nennt das Feld.
  • Sollen Felder unangetastet bleiben, verlassen Sie sich auf leere Werte statt auf Ersatztext im Prompt: Ein Ersatzwert wie N/A wird in das Feld geschrieben, während eine leere Antwort es unverändert lässt.

Bewährte Vorgehensweisen

  • Formulieren Sie Ihre Prompts präzise. „Was ist das Datum?“ ist zu vage. „Bestimmen Sie das maßgebliche Dokumentdatum. Antworten Sie AUSSCHLIESSLICH im Format TT.MM.JJJJ.“ ist klar und überprüfbar.
  • Fassen Sie ähnliche Dokumenttypen zusammen. Enthält Ihr Bestand Verträge, E-Mails und Vermerke, sind getrennte, auf den jeweiligen Typ abgestimmte Prompts oft besser. Verträge haben ein „Datum des Inkrafttretens“, E-Mails ein „Sendedatum“: ein einziger Prompt deckt beides selten gut ab.
  • Prüfen Sie immer vor der Übernahme. Die KI-Felder sind Ihr Sicherheitsnetz. Nutzen Sie es.
  • Verwenden Sie Ersatzwerte. Ein klarer Ersatzwert wie -- oder N/A ist weit besser als ein leeres Feld. Er zeigt, dass Claira es versucht und die Antwort nicht gefunden hat, was etwas anderes ist, als wenn Claira das Dokument gar nicht verarbeitet hat.

Grenzen

  • Der Text-Modus liest nur extrahierten Text. Im Modus Text kann Claira Bilder, handschriftliche Notizen, Audio, Video oder Inhalte in Nicht-Textformaten nicht lesen, sofern sie nicht per OCR erfasst oder transkribiert wurden. Für diese Dokumente stellen Sie das Dropdown Scannen als auf Bild, Audio oder Video, damit die Quelldatei direkt an ein multimodales Modell geht.
  • Im Text-Modus zählt die OCR-Qualität. Ist die OCR schlecht (verstümmelter Text, fehlende Zeichen), spiegelt sich das in der Ausgabe von Claira wider. Was schlecht hineingeht, kommt schlecht heraus: der Wechsel in den Modus Bild ist oft die richtige Lösung.
  • Dokumente werden einzeln analysiert. Claira gleicht Dokumente nicht untereinander ab. Wird der Autor nur in einer Begleit-E-Mail genannt, nicht aber im angehängten Bericht, übernimmt der Bericht diesen Autor nicht.
  • Komplexe Fälle brauchen menschliches Urteilsvermögen. Bei einem Dokument mit fünf plausiblen Daten muss eine Person entscheiden, welches „maßgeblich“ ist. Claira folgt den Anweisungen Ihres Prompts, aber diese decken womöglich nicht jeden Grenzfall ab.

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