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Erfahren Sie, was der Fallkontext in Claira ist, wie Sichtungskontexte und Vorlagen der KI Hintergrundwissen zu Ihrem Mandat liefern, und wann Sie sie einsetzen sollten.
Fallkontext
Wenn Sie Claira bitten, ein Dokument zu sichten, sieht die KI nur den Text dieses Dokuments. Sie weiß nicht, worum es in Ihrem Mandat geht, wer die zentralen Beteiligten sind oder was ein Dokument relevant macht. Genau diese Lücke schließt der Fallkontext.
Der Fallkontext ist eine knappe, strukturierte Zusammenfassung Ihres Mandats, die direkt in Claira liegt. Er gibt der KI den Hintergrund, den sie braucht, um klügere, genauere Prompts zu erzeugen und Dokumente im richtigen Zusammenhang zu interpretieren.
Was der Fallkontext leistet
- Informiert KI-Prompts. Wenn Sie den Prompt-Generator von Claira verwenden, greift er auf den von Ihnen gewählten genehmigten Kontext zurück, um Prompts zu erzeugen, die auf Ihr konkretes Mandat zugeschnitten sind.
- Hält Ihr Team auf einer Linie. Da Kontexte für alle Benutzer eines Falls gemeinsam sichtbar sind, arbeitet jeder vom selben Verständnis des Mandats aus.
- Lebt je Fall und Organisation. Jeder Fall in Ihrer Organisation erhält eigene Kontexte. Sie sind an diese Kombination gebunden, sodass unterschiedliche Fälle unterschiedliche Kontexte haben.
Mehrere Kontexte je Fall
Ein Fall ist nicht immer ein einzelner Arbeitsstrang. Dieselbe Dokumentensammlung kann dem Hauptverfahren, der Anfrage einer Aufsichtsbehörde und einer internen Untersuchung gleichzeitig dienen — jeweils mit eigenen Personen, Fragestellungen und Sensibilitäten. Claira lässt Sie einen eigenen Kontext für jeden Arbeitsstrang führen (bis zu 10 je Fall).
Jeder Kontext hat seinen eigenen Namen, seine eigene Terminologie, eigene Abschnitte, Quelldokumente und Genehmigung. Ein Kontext ist als Standard des Falls markiert: Der Prompt-Generator wählt ihn vor, und Clairas Assistent im Agent Mode liest und aktualisiert ihn.
Vorlagen legen die Terminologie fest
Sie müssen keine Prozessanwältin oder kein Prozessanwalt sein, damit der Fallkontext Ihre Sprache spricht. Beim Anlegen eines Kontexts wählen Sie eine Vorlage, die festlegt, wie er heißt und mit welchen Abschnitten er beginnt:
| Vorlage | Wie sie heißt | Startabschnitte |
|---|---|---|
| Prozessführung / eDiscovery | Fallkontext | Parteien · Hintergrund · Streitpunkte · Vertraulichkeitsregeln |
| Aufsichtsrechtliche Untersuchung | Sichtungsmandat | Aufsichtsbehörde und Parteien · Mandat und Umfang · Compliance-Fragen · Sensible und vertrauliche Unterlagen |
| Interne Untersuchung | Untersuchungsakte | Beteiligte Personen · Vorwürfe und Hintergrund · Untersuchungsfragen · Geheimhaltungsregeln |
| Strafverfolgung | Einsatzakte | Untersuchte Straftaten · Personen von Interesse · Hintergrund und Chronologie des Einsatzes · Offenlegung und sensible Unterlagen |
| Leer beginnen | Sichtungskontext | Beteiligte Personen · Hintergrund · Worauf es ankommt · Hinweise zu den Daten |
Jede Vorlage beginnt mit drei oder vier Abschnitten, und diese Abschnitte können Sie frei gestalten: umbenennen, entfernen oder eigene hinzufügen (bis zu 12 je Kontext), nachdem der Kontext angelegt wurde. Die KI-Erzeugung und der exportierte PDF folgen stets den Abschnitten, die der Kontext gerade trägt.
Was der Fallkontext NICHT ist
Es lohnt sich, die Grenzen klar zu benennen:
- Kein vollständiges Fallmemo. Ein Kontext ist eine knappe Referenz, keine umfassende Analyse. Beschränken Sie ihn auf das, was die KI wissen muss.
- Kein Ersatz für die Fallstrategie. Strategische Entscheidungen zum Umgang mit dem Mandat gehören in Ihr Fallmanagementsystem, nicht hierher.
- Kein Ort für privilegierte Strategiekommentare. Kontexte sind für alle Benutzer des Falls sichtbar. Nehmen Sie keine Arbeitsergebnisse, gedanklichen Einschätzungen oder Prozessstrategien auf.
Wann Sie den Fallkontext einsetzen sollten
Der Fallkontext ist am wertvollsten, wenn:
- Das Mandat ein Gerichtsverfahren, eine aufsichtsrechtliche Anfrage oder eine Untersuchung betrifft, bei der Relevanzkriterien und Sensibilitäten klar umrissen sind.
- Mehrere Sichtende Konsistenz brauchen — ein gemeinsamer Kontext stellt sicher, dass die KI für alle Prompts derselben Qualität erzeugt.
- Sie auf die KI zugeschnittene Prompts wollen statt generischer. Der Prompt-Generator nutzt den von Ihnen gewählten Kontext, um Prompts speziell für Ihr Mandat zu erzeugen.
Für einfache oder punktuelle Sichtungsaufgaben können Sie Claira auch ohne Fallkontext verwenden. Doch für jedes Mandat, bei dem Genauigkeit, Konsistenz und Verteidigungsfähigkeit zählen, ist das Anlegen mindestens eines Kontexts dringend empfohlen.
Wie es technisch funktioniert
Jeder Kontext wird als strukturierte Daten (JSON) gespeichert und in der Claira-Oberfläche als menschenlesbare Abschnitte dargestellt. Wenn die KI einen Prompt erzeugt, liest sie die Abschnitte des von Ihnen gewählten Kontexts, um das Mandat zu verstehen, bevor sie ihre Ausgabe erzeugt.
Der erzeugte Prompt muss in sich geschlossen sein: Er enthält die für die Sichtung nötigen Mandatsdetails direkt im Prompt-Text. Während Dokument-Scans erhält das Modell den Prompt zusammen mit dem Dokument- bzw. Beweismittelinhalt; es erhält den Fallkontext nicht als separate, verborgene Zusatzinformation bei jedem einzelnen Scan.
Brauchen Sie Hilfe? Schreiben Sie uns an support@claira.to.
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